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Stand: 22.03.2016

Pressemitteilung

“Ein echter Glücksfall für die Einrichtung“

Michaela Andre mit einem Blumenstrauß in der Hand, rechts neben ihr Caritasdirektor Vinzenz du Bellier.Blumen zur Amtseinführung: Caritasdirektor Vinzenz du Bellier wünscht Michaela Andre als neue Leiterin des Caritas-Förderzentrums Vinzenz von Paul alles Gute. Caritasverband Speyer / Andrea Daum

Außergewöhnliches Talent eines Bewerbers, sei eines von vier Kriterien, die eine wichtige Rolle spielten, wenn es um die Besetzung von Leitungsfunktionen in Caritas-Einrichtungen gehe, sagte Vinzenz du Bellier, Caritasdirektor für die Diözese Speyer. Du Bellier und damit die Caritas haben in den eigenen Reihen wieder eine Kandidatin mit außergewöhnlichem Talent gefunden: Michaela Andre ist die neue Leiterin des Caritas-Förderzentrums Vinzenz von Paul in Pirmasens. Ihre besondere Gabe wurde bei ihrer offiziellen Amtseinführung hörbar: Es ist die Musik.

Du Bellier verabschiedete zunächst Andres Amtsvorgänger Peter Martin, mittlerweile Leiter der Jugendeinrichtung St Rafael in Altleiningen. "Peter Martin war ein Glücksfall für die Caritas und für diese Einrichtung", sagte er mit Blick auf das Förderzentrum. Dass auf den "Glücksfall Martin" nun der "Glücksfall Andre" folgt, davon waren die Gäste bei der Amtseinführung überzeugt.

Michaela Andre wohnt in Heltersberg. Geboren wurde sie 1976 in Pforzheim, legte ihr Abitur in Landstuhl ab. Die Sozialpädagogin arbeitet seit dem Jahr 2000 für die Caritas in Pirmasens, kennt die Einrichtung bestens. "Sie war Gründungsmitarbeiterin der Fördereinrichtung", erinnerte du Bellier. "Sie war in verschiedenen Funktionen in der Einrichtung tätig, so dass sie die Bedürfnisse der Kunden des Förderzentrums bestens kennt." Schmunzelnd merkte er an, dass aus Caritas-Sicht angesichts der Positionen, die Andre im Förderzentrum schon innehatte, nur noch eines geblieben sei: "Weiter befördern".

Beim Vorstellungsgespräch habe Andre ihn überzeugt, berichtete der Caritasdirektor. Mit einem großen Plakat sei sie dort erschienen, auf dem sie die Visionen, die sie mit der Einrichtung verbindet, skizziert habe. Damit sei Kriterium eins für die Einstellung - Visionen - erfüllt gewesen. Punkt zwei, Strategien, habe sie überzeugend darlegen können. Sie sei gut vernetzt, kenne die handelnden Akteure in der Region sehr gut, wisse was benötigt werde. "Kriterium drei ist die Bereitschaft, ein Leben lang zu lernen", nannte du Bellier als ein weiteres Einstellungskriterium. "Diese Bereitschaft habe ich zum Beispiel daran erkannt, dass das musikalische Multitalent, das mehrere Instrumente spielt und Chorleiterin des Vinzenz-von-Paul-Chores ist, jetzt noch Geige lernt."

Nach 18 Dienstjahren in Pirmasens, bekannte Andre, seien ihr die Stadt und die Menschen sehr ans Herz gewachsen. Deshalb freue sie sich, dass sie diese berufliche Chance in Pirmasens bekomme. Eine Stadt, die viel besser sei als ihr Ruf, und gerade in den vergangenen Jahren eine enorm positive Entwicklung genommen habe, hielt sie zur Freude des Pirmasenser Bürgermeisters Markus Zwick ein flammendes, von viel Applaus begleitetes Plädoyer für die Stadt.

Da sich Andres Vorgänger Peter Martin bei einem Waldspaziergang entschieden hatte, die Leitungsstelle in Altleiningen zu übernehmen, merkte Zwick lachend an: "Ich bin froh, dass Frau Andre nicht so oft im Wald spazieren geht, und hoffe, dass sie auch die nächsten 18 Berufsjahre erfolgreich mit viel Engagement in Pirmasens verbringt." Zwick sicherte stellvertretend für die Gebietskörperschaften Pirmasens, Zweibrücken und den Landkreis Südwestpfalz zu, dass die bisher hervorragend funktionierende Zusammenarbeit fortgeführt werde.

Leben sei das, was passiert, während man dabei sei Pläne zu schmieden, zitierte die neue Leiterin John Lennon. So sei aus ihr statt einer Lehrerin eine Sozialpädagogin geworden. "Für mich ein Traumberuf." Wie wichtig die Arbeit ist, die im Förderzentrum geleistet werde, wie wichtig die angebotene Assistenz ist, machte Andre an Zahlen deutlich. "Statistisch hat fast jeder zweite Bundesbürger im Laufe seines Lebens mit psychischen Störungen zu tun oder kennt jemanden, der davon betroffen ist", sagte sie. "Es ist wichtig, verborgene Ressourcen wieder ans Tageslicht zu holen und den Klienten wieder ein Leben ohne Assistenz zu ermöglichen", skizzierte Andre die übergreifende Arbeit im Förderzentrum. Die wird, wenn beim Umbau nichts dazwischenkommt, ab Juli 2019 in neuen Räumen erfüllt. Am Exerzierplatz, dort wo das Herz der Stadt pulsiert, wie Andre feststellte.

Ein weiteres Ziel sei das Initiieren und Begleiten von Selbsthilfegruppen. "Geplant ist die Einrichtung einer sogenannten Skills-Selbsthilfegruppe", sagte Andre. "Skills sind Fähigkeiten, die helfen, mit Gefühlen, Erinnerungen und dem Alltag besser zurechtzukommen." Vor allem in der Arbeit mit Borderline-Patienten seien diese wichtig, aber auch übertragbar auf andere Krankheitsbilder. Selbsthilfe setze dort an, wo die soziale Arbeit ihre Grenzen hat, unterstrich Andre die Wichtigkeit dieses Angebots. Wichtig ist ihr außerdem die Zusammenarbeit aller Beteiligten bei der Umsetzung des neuen Bundesteilhabegesetzes.

Bereichsleiter Beutelstein (rechts) überreicht Michaela Andre (links) einen kleinen Baum mit vielen guten Wünschen. Dein Team steht hinter dir". Stefan Beitelstein, Bereichsleiter für ambulante Hilfen im Vinzenz-von-Paul-Förderzentrum in Pirmasens, überreichte der neuen Einrichtungsleiterin Michaela Andre einen kleinen Baum mit vielen guten Wünschen für die Zukunft.. Caritasverband Speyer / Andrea Daum

Für diese Aufgaben überreichte ihr Amtsvorgänger Peter Martin den Hut, den sie jetzt als Einrichtungsleiterin bereit sei zu tragen. Der Hut symbolisiere alles, was sie dafür brauche. Dazu gehöre auch, etwas zu verändern, "Auch Dinge, die der Martin gemacht hat, ad acta zu legen", sagte er lachend.

Harmonie sei ein wichtiger Faktor, unterstrich Dekan Johannes Pioth. Für die Mitarbeiter und für die Klienten, die das Angebot des Förderzentrums in Anspruch nehmen. Von Mitarbeitern und Klienten wurde Andre bei der Amtseinführung begrüßt und bei der Gestaltung des Rahmenprogramms unterstützt. "Du bist wahrscheinlich die einzige Einrichtungsleiterin, die ihr Rahmenprogramm selbst gestaltet", würdigte Martin lachend dieses Engagement. Von der positiven Ausstrahlung und dem Geist, der Andre in ihrem Leben bewege, werde die Einrichtung profitieren, sagte Dekanin Waltraud Zimmermann-Geisert.

Text und Foto: Andrea Daum für den Caritasverband für die Diözese Speyer

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